Vielleicht kenne Sie die „Da wo’s“ Therapie?

In der Behandlung von UK – Fehlstellungen und den damit verbundenen Kiefergelenk – Problemen ist die Zusammenarbeit mit dem Physiotherapeuten nicht mehr wegzudenken.

 

Dennoch steht die „DaWo´s“ Therapie für: Ich behandle „da, wo’s“ weh tut.

Sehr verbreitet und gerade bei Patienten mit funktionellen Kiefergelenkstörungen garantiert wirkungslos.

Die Physiotherapie darf vielmehr in der interdisziplinären Zusammenarbeit die systemischen Ursachen aufspüren, das gesamte Kausalgeflecht erkennen und therapieren.

Dabei spielen die Rotationszentren des Körpers eine wichtige Rolle.

Die Rotationszentren sind vollkommen aufeinander abgestimmt. Treten in einem Drehzentrum Dysfunktionen auf, so ist das durch die anderen Gelenke zu kompensieren.

Der Körper reagiert mit einer Schonhaltung und es gilt für alle beteiligten Gelenke diese muskuläre „Verwirrung“ auszugleichen. Der Zustand wird vom Körper solange geduldet, bis die Belastungsgrenze in einem oder mehreren Gelenken überschritten wird. Läsionen, bedingt in der Achsfehlstellung der Wirbelsäule werden über das Kopfgelenk bis zum Kiefergelenk weitergeleitet sodass das Kiefergelenk ebenfalls eine Kompensationshaltung einnimmt. Eine „aufsteigende Kette“ bildet sich aus, die letztendlich eine Unterkiefer – Fehlstellung als Ergebnis manifestiert. Knirschen, Pressen, druckempfindliche zähne sind die Folge. Die Kiefermuskulatur reagiert mit einer Hypertrophie.

Selbst ursprünglich unversehrte Zähne werden nun in der Okklusion und Artikulation der Gelenkfehstellung angepasst. Somit manifestieren sie die UK-Fehlstellung im Schlussbiss. Die beteiligte Muskulatur arbeitet permanent gegen diese Fehlstellung an, sodass die Zähne immer mehr geschädigt werden und die Gelenkfehlstellung deutlicher wird. Knirschen, Pressen sind die ersten Reaktionen. Kopf-und Spannungsschmerzen im Nacken-und Schulterbereich gehen sehr häufig damit einher. Die Achsfehlstellung unterer Drehzentren triggern unaufhörlich in die Funktion des Kiefergelenks hinein. Die Anfertigung einer Knirscherschiene führt in dieser Phase nicht wirklich zum Erfolg.

Kommt nun der Patient in die Zahnarztpraxis und klagt über Kiefergelenkknacken, Kieferklemme, Kiefersperre oder Zähneknirschen, so überprüft der Zahnarzt mittels einfacher Schnelltests ob die Unterstützung des Manualtherapeuten benötigt wird. Der Physiotherapeut darf dann, gemäß der „Anti da wo’s“ Therapie (nicht behandeln, da wo es weh tut) Ursachenforschung betreiben und die Läsionen im Unterkörper auflösen. Wenig Erfolg verspricht die Behandlung des schmerzenden Kiefergelenks oder der verkrampften Kopfmuskulatur.

Ein Therapeut, der in „Ketten denkt“, erkennt dagegen das Muster der Kompensationshaltungen und löst zunächst die Fehlhaltungen auf. Erst jetzt ist es dem Zahnarzt möglich mit dem Patienten eine Registrierung durchzuführen, deren Ergebnis nicht verfälscht ist. Der Patient kann nur das an Biss geben, was die Muskulatur zulässt. Dann sprechen wir von einer Bissgabe und nicht länger von einer Bissnahme.

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