Deshalb erklären wir nicht nur Zahnärzten und Technikern was wir tun, sondern möchten mit diesen Informationen auch das Interesse unserer Patienten wecken. Schließlich sollen sie kundig entscheiden, was in ihrem Kiefergelenk geschieht und dazu möchten wir hier und im persönlichen Beratungsgespräch unseren Beitrag leisten.

 

Drei Themen:

  • Typische Abnutzungen eines Knirschergebisses
  • Den Unterschied zwischen einer Krone und einer Table-Top-Präparation
  • Möglichkeiten der Frontzahn-Präparation

 

Typische Abnutzungserscheinungen durch das Knirschen

 

Sehen Sie im Film, welche Folgen das Knirschen auf Ober- und Unterkiefer hat und welche Funktionsdefekte entstehen, so dass die Zähne immer weiter abgeschliffen werden.

 

Auf diesen Fotos ist klar zu sehen, wie

der Oberkiefer

und der Unterkiefer

durch das Knirschen abgenutzt sind. Hier kann mithilfe von Teilkronen die Kaufläche gut wieder hergestellt werden.

  1. Kronpräparation und Table-top-Präparation: Definition und Unterschiede

 Beide Formen der Präparation haben ihre Berechtigung, um dem Zahn eine neue Oberfläche zu geben. Eine Krone ist in Fällen sinnvoll, in denen die Zähne beispielsweise durch Karies stark beschädigt sind, also größere Löcher haben, oder, wenn bereits große Füllungen vorhanden waren und so die Zahnsubstanz bereits weit reduziert ist. In manchen Fällen ist der eigentliche Zahn nur noch so dünnwandig, dass er droht zu brechen. In all diesen Fällen ist eine Krone sinnvoll, die je nach Grad der Schädigung sogar den gesamten Zahn wie eine Manschette umfassen kann.

Um eine Krone zu installieren, wird einiges der Zahnsubstanz abgetragen, um einen nutzbaren Stumpf zu erstellen, der gut überkront werden kann.

Eine Table-Top-Präparation ist dagegen sinnvoll, wenn möglichst viel Zahnsubstanz erhalten werden kann, weil weniger Vorschädigungen vorliegen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein „Knirscher“ sich die oberste Zone der Kaufläche abgekaut hat. Dann kann mit einer Teilkrone, die nur aus einer dünnen Schicht besteht, sehr schonend die benötigte Zahnsubstanz wieder aufgebaut werden.

Hier sehen Sie ein Modell eines Oberkiefers, mit abgenutzten Zähnen. Die mit Pfeilen markierten Zähne sind im unteren Bild durch ein zahnfarbenes Kunststoffmaterial ersetzt worden.

Links ist der Abdruck des unbearbeiteten Zahns zu sehen, daneben haben wir den Zahnstumpf aus zahnähnlicher Substanz nachgebildet. Er ist in vollem Umfang beschliffen und auch von der Höhe eingekürzt. Das heißt, er ist vorbereitet für die Überkronung. Hier ist erkennbar, dass eine gewisse Menge an Abtrag von der Zahnsubstanz für dieses Vorgehen nötig ist.

Rechts ist wieder der unversehrte Zahn zu sehen und links daneben der aufbereitete Zahn für die Aufnahme einer Table-Top-Präparation, einer okklusalen Teilkrone: Dabei wird nur die Kaufläche (das obere Drittel) aufgesetzt. Dazu muss der Zahn darunter nur von oben aufbereitet und geglättet werden, um die keramische Teilkrone aufsetzen zu können.

Hier ist zu sehen, wie beide Kronenformen auf die Zähne aufgebracht sind.

  1. Möglichkeiten der Frontzahn-Präparation

Auf den folgenden vier Bildern sehen Sie die abgenutzten Frontzähne eines Knirschers, einmal aus der Innenperspektive

und aus der Außensicht, so wie der Betroffene seine Zähne im Spiegel sieht

Zur Behandlung dieser Frontzähne ist eine Teilkrone sinnvoll.

Im Frontzahnbereich zeigen wir Ihnen hierfür Beispiele:

Hier sind zwei Frontzähne (Gipsmodell) erkennbar, samt dazu gehörender Präparationsformen in einem zahnähnlichen Material:

Links haben wir eine Kronpräparation, rechts eine Teilkronpräparation (früher auch Venir-Präpartaion genannt).

Hier zeigen wir, welche Art von Versorgung auf die präparierten Zähne kommt: Links wieder die Krone neben dem abgetragenen Stumpf, rechts die dünne vordere Fläche (Labialfläche), für die der Zahn nur angeschliffen wird, damit der die hauchdünnen keramischen Fläche aufnehmen kann – der Prozess ist vergleichbar mit dem Einsetzen einer Kontaktlinse: ebenso dünn ist die Teilkrone.

Bei diesem Vorgehen wird nur die sichtbare labiale Zahnfläche bearbeitet, das Zahnfleisch wird nicht verletzt.

Diese zarten Teilkronen sind möglich, wenn noch viel von der ursprünglichen Zahnsubstanz erhalten geblieben ist.

Teilkronen sind als Behandlung bei abgenutzten Zähnen sinnvoll, sie können aber auch stark vergilbte oder verfärbte Zähne wieder weiß machen, zum Beispiel wenn kein Bleeching gewünscht wird.

Hier sehen Sie die Krone (links) und dünn und grazil die Teilkrone (rechts), die auf den aufbereiteten Stumpf aufgesetzt wird, die wir zur Illustration des Vorgangs mit einem Abstandhalter oberhalb des Zahnstumpfs befestigt haben. Die dünne Keramikscheibe ist so gut erkennbar – eine ästhetisch sehr schöne Lösung.

Hier ist erkennbar, wie genau der Aufsatz auf den Zahn passt.

Hier sehen Sie, dass Krone und Teilkrone im Ergebnis recht ähnlich aussehen. Die Teilkrone ist aus allen genannten Aspekten jedoch die schonendere Methode.