Individualisierter Löffel

Welche Bereiche bedürfen besonderer Beachtung?

Die Gaumenabstützung wird mit Knetsilikon geformt und im Patientenmund ausgehärtet. Hiebei ist es wichtig das überschüssige Silikon gezielt an der Löffelretention zu reduzieren. So ist garantiert, dass keine Impressionen von den oberen Zähnen im Silikon verbleiben und vom Alginat nicht exakt abgeformt werden.

Durch den Frontzahnstop ist es gewährleistet, dass die Zähne keinen Kontakt zum Löffel haben. Wichtig ist hierbei den Stop  mit Daumen und Zeigefinger  zu einem schmalkantigen Keil zu formen und dann auszuhärten. Lässt man den Patienten vorher einbeissen, weist der Frontzahnstop, wie in der Abbildung zu sehen, Impressionen auf. Es verkeilt sich , nach dem Ausgiessen des Abdruckes mit Gips der Frontzahn in dem Stop und beim Entfernen des Löffels bricht der Frontzahn ab.

Die beiden dorsalen Stops werden mit lichthärtendem Löffelmaterial aufgebaut. Danach werden diese im Patientenmund angepasst und anschließend ausgehärtet. Dies verhindert, dass Alginat in den Rachen läuft und mindert Verzüge bei der Abdrucknahme. Durch den Staudruck formen Sie auch endständige Molaren und dorsale Anteile des Gaumendaches exakt ab.

Die Gipsmodelle dürfen folgende Kriterien erfüllen:

Einen vollständig abgeformten Gaumen sowie Tuberbereich (auch 8er falls vorhanden). Speziell die Gaumennaht (Raphe palatina mediana) darf sauber abgeformt sein. Dieser Bereich ist von besonderer Bedeutung für die Dokumentation der skelettalen Mitte.

Übergang vom knöchernen zum weichen Gaumen ist gut zu erkennen.

Eine vollständig abgeformte Umschlagfalte – insbesondere vollständig dargestellte Lippenbändchen.

Der Symphysenpunkt, elementar wichtig für die bestimmung der skelettalen Mitte ist eindeutig auszumachen.

Der Sublingualbereich liegt schön frei und die Spinae mentales, als zweiter Referenzpunkt für die Festlegung der Kiefermitte, ist definitiv zu erkennen.

Wie wird´s gemacht – die 5 Schritte!

Der Oberkiefer-Löffel:

  • Entsprechenden Rim- Lock- bzw. Border- Lock- Löffel bestimmen
  • Stops im Prämolarenbereich und die Tuberabdeckung anbringen
  • Silikonstempel platzieren
  • Praemolaren-Stops entfernen
  • Frontzahn-Stop anlegen – etwas distal vom Interdentalspalt zwischen 11/21

 

Der Unterkiefer-Löffel:

  • Entsprechende Löffelgrösse (Rim- bzw. Border-Lock)
  • Praemolaren-Stops und retromolare Kieferabdeckung anlegen
  • Praemolaren-Stops entfernen
  • Frontzahn-Stop ohne Impression erstellen

Nicht zu trocken und nicht zu nass. So kommt jeder Alginat – Abdruck sicher ins Labor

Es werden ein Frottee – Tuch, der Größe ~ 20cm x 20cm und eine Zippertüte benötigt.

Das Tuch bitte mit fließendem Wasser durchnässen und dann auswringen, sodass das Tuch nur noch feucht ist.

So wird er eingewickelt:

Den Abdruck bitte auf das Tuch legen und selbiges locker über den Abdruck zusammenfalten.

Silikone bitte nicht mit feuchten Tüchern umwickeln. Auch keine Alginate mit Silikonen zusammen in eine Tüte geben. Silikon nimmt Feuchtigkeit auf.

Eintüten und fertig.

Die Abdrücke (OK- und UK- Abdruck jeweils in einem Tuch) in den Zipperbag geben und sauber verschließen. So wird die Feuchtigkeit perfekt in dem Beutel gehalten und das Alginat wird nicht zu nass oder trocknet aus. Alginate dürfen immer im Tuch eingewickelt transportiert werden – unabhängig von der Länge des Transportweges. Die Tücher, als Polstermaterial betrachtet bieten hervorragenden Schutz gegen Stösse, Druckeinwirkung und achtlosen Umgang.

Ihr schneller Draht: 08192 9984766 (Mo-Fr, 9.00 bis 17.00 Uhr)